Aus club dialektik


Achilles und die Schildkröte
Die Zenonischen Paradoxien und der dialektische Begriff der Bewegung




Ort: Bistrot OJuChu, Oskar Fischer Str. 6, 50674 Köln

Datum: 15. - 16. 5. 2004

Uhrzeit: jeweils 14:00-19:00


Der griechische Philosoph Zenon von Elea (ca. 490-430 v. Chr.) "bewies" mit logischen Mitteln, daß es Bewegung in Wahrheit nicht geben kann. Sein berühmtestes Beispiel war, daß der schnellfüßige Achill eine Schildkröte nicht überholen könne, wenn diese einen Vorsprung habe. Diese Überlegungen, die er in Form von Paradoxien darstellte, wurden selbst paradoxerweise zum Ausgangspunkt der Entwicklung des dialektischen Bewegungsbegriffs. Als erster formulierte Aristoteles gegen diese Paradoxien einen Begriff der Bewegung, der den logischen Anforderungen der Paradoxien entsprach und sie damit widerlegte.

Wir verfolgen mit unserer Veranstaltung den Anspruch, die Überlegungen von Zenon und Aristoteles so darzustellen, daß man sie ohne jede Voraussetzung mitdenken kann. Ein Ziel dieser Veranstaltung ist, sich selbst als Denkende und Denkender zu erleben und Spaß am eigenen philosophischen Denken zu haben. Dazu dient auch die gemeinsame Diskussion, in der die Gedanken angeeignet und selbständig formuliert werden können. Das setzt ein Klima der Verständigung und Akzeptanz voraus.