Aus club dialektik

"Der Scharlachrote Buchstabe" von Nathaniel Hawthorne
Religion und politische Herrschaft in den Anfängen der USA



ReferentIn: Stephan Siemens

Ort: Bistrot OJuChu, Oskar Fischer Str. 6, 50674 Köln

Datum: 27.11. 2004

Uhrzeit: 14:00-19:00

Dieses Symposion stellt eine Interpretation des Romans "Der scharlachrote Buchstabe" von Nathaniel Hawthorne zur Diskussion. Der Roman spielt im entstehenden Amerika, im soeben gegründeten Boston. Er handelt von der Bestrafung der schönen Hester Prynne, die einem unehelichen Kind, Pearl, das Leben schenkt. Der Vater des Kindes bleibt zunächst unbekannt. Der Ehemann der Hester Prynne kann es nicht sein, denn er war seit zwei Jahren verschollen. Als er in die Zivilisation zurückkehrt, findet er seine Frau am Pranger. Sie ist dazu verurteilt, lebenslang den Buchstaben A (adulteress, Ehebrecherin) in scharlachrot zu tragen. Der Ehemann beschließt, den Vater des Kindes zu finden und sich an ihm zu rächen.

Hawthorne kritisiert in diesem Roman die enge Verknüpfung der Religion mit politischer Herrschaft, durch welche die christliche Religion in ihr Gegenteil verkehrt wird. Das zeigt Hawthorne sowohl an der religiösen Botschaft wie an den Repräsentanten der Religion.

Hawthorne verwendet symbolistische Stilmittel, besonders den Gegensatz von hell und dunkel. Mit ihm stellt er die allgemeine Wirkung der Verdunkelung der Vaterschaft dar. Diese Verdunkelung ist für Hawthorne die bleibende Sünde. Dagegen wird der Ehebruch mit dem - leuchtend gekleideten - Kind belohnt, das Anerkennung vom Vater fordert. Schließlich erhält das Kind die Anerkennung des Mannes; aber Hesters Liebe bleibt die Anerkennung versagt.

Das Symposion setzt voraus, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Roman "Der scharlachrote Buchstabe" kennen.


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