Aus club dialektik

Shakespeares Sommernachtstraum
Herrschaft und Sexualität. Widderholung vom 11. 10. 2003



ReferentIn: Stephan Siemens

Ort: Bistrot OJuChu, Oskar Fischer Str. 6, 50674 Köln

Datum: 28.2.2004

Uhrzeit: 14:00-19:00


Dieses Symposion stellt eine Interpretation des "Sommernachtstraums" von William Shakespeare zur Diskussion.

In dieser Komödie stellt Shakespeare auf seine Weise die Entstehung und Entwicklung des Patriarchats dar. Die Durchsetzung des Patriarchats ist nicht ohne Konflikte der Geschlechter möglich. Diese Konflikte werden aus der Normalität der patriarchalen Ehe verdrängt.

Sie führen daher in einer magischen Nebenwelt ein Eigenleben, das die Konflikte der Geschlechter erinnert. Aus der Sicht des Patriarchats erscheint diese magische Nebenwelt als ein - unbedeutender, bloßer - Traum. Die Komödie erlaubt so betrachtet eine - scheinbare - Lösung der Konflikte in der patriarchalen Ehe. Dennoch behält in der Komödie Shakespeares die magische Nebenwelt das letzte Wort, und die Kunst des Theaters macht ihre Wirklichkeit sichtbar und bewusst.

Durch eine Theateraufführung im Theaterstück wird die Darstellung des "Sommernachtstraums" von Shakespeare zugleich in sich verkehrt. Was als Komödie erscheint, wird darin zugleich als eine - wenn auch ins Komische verzerrte - Tragödie erkennbar.

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