Aus club dialektik

Kants kategorischer Imperativ



ReferentIn: Wiebke Henning

Ort: Achterstraße 32

Datum: 27.04.2013

Uhrzeit: 14:00-18:00


„Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.“ (AA, V, 161)


Mit diesem berühmten Zitat aus der „Kritik der praktischen Vernunft“ stellt Kant das Gewicht zweier seiner Theorien besonders heraus: Zum einen seine ästhetische Theorie des Erhabenen und zum anderen den kategorische Imperativ. Grund genug sich einmal mit beiden Lehren in einer Symposion-Miniserie zu beschäftigen. In diesem Symposion wollen wir zunächst dem moralischen Gesetz auf den Grund gehen. Denn zumindest was den kategorischen Imperativ angeht, sollten sich Kants Worte bewahrheiten: Bis heute wird über dieses Gesetz, das uns zu moralischem Handeln anleiten soll, nachgedacht und es übt eine gewisse Faszination aus. Und das obwohl sich dahinter eine sperrige Satzkonstruktion verbirgt, die nicht gerade als Bonmot taugt wie viele andere berühmte Sätze der Philosophiegeschichte. Wir werden schauen, welche Theorie sich hinter dem Gesetz verbirgt, was Moral mit Freiheit und Selbstbestimmtheit zu tun hat und wie Kant uns zum Nachdenken über unser Handeln und dessen Auswirkungen auf andere Menschen animieren will. Dabei wollen wir aber natürlich nicht bloß in Ehrfurcht verharren, sondern uns offen fragen, ob wir die Bewunderung nachvollziehen und dabei gleichzeitig auch Grenzen und Mängel dieser Lehre erkennen können. Im Oktober folgt dann das Fortsetzungssymposion, in dem wir der Erhabenheit des bestirnten Himmels auf den Grund gehen.